5 Weisheiten für’s Leben

  1. „La pensée crée l’action, l’action l’habitude, l’habitude le caractère et le caractère la destinée“: „Der Gedanke bringt die Aktion hervor, die Aktion die Gewohnheit, die Gewohnheit den Charakter und der Charakter das Schicksal.“

Ich weiß nicht, von wem der Spruch ursprünglich stammt. Gehört habe ich ihn von Sophie Peters. Er fasst kompakt eine Ursache-Wirkungskette zusammen, an die man nicht oft genug erinnert werden kann: Wir können unser Schicksal mit unseren Gedanken beeinflussen. Jeder, der es einmal ausprobiert hat, wird es bestätigen können.

     2. „Ja, mei!“

Bayerisch für „Shit happens“, dabei aber so sympathisch, dass es jeden noch so schlimmen Fehler ausbügelt. „Wie, du hast die ganze Woche, die ich nicht da war, kein einziges Mal abgespült?“ -„Ja, mei!“

     3. „Fata volentem ducunt, nolentem trahunt“

Ein Zitat von Seneca. „Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen schleppt es mit sich.“ Eine Aufforderung unveränderbare Schicksalsschläge anzunehmen und sich auf das zu konzentrieren, was einem noch möglich ist zu tun. Leichter gesagt als getan, aber immer wieder einen Versuch wert.

     4. „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist              nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

Nachzulesen in Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen. Ich würde ergänzen, dass man ein so definiertes Mensch-Sein dann auch einigen Tieren zugestehen muss, die ja auch mitunter zum Spielen aufgelegt sind. In jedem Fall finde ich den Gedanken, dass das Spielen eine Art höchste Seins-Form darstellen soll, sehr inspirierend. Sowohl in der Richtung, dass man behaupten kann, der Mensch schafft es durch den Intellekt seine natürlichen Bedürfnisse so effektiv zu stillen, dass er Zeit findet, Aktivitäten zu betreiben, die eben über jene natürlichen – tierischen – Bedürfnisse hinausgehen. Aber auch als eine Art Lebenseinstellung: Der Mensch ist fähig, das Leben an sich als nur vorübergehende Erscheinung auf dieser Welt zu verstehen und kann es somit als eine Art Spiel begehen. Wie im Spiel möchte man das Beste für sich herausholen, aber allzu großer Pathos löst sich durch das Bewusstsein des Sterbens auf – man lebt spielerisch.

    5. „Allons-y doucement car nous sommes pressés“

„Lasst uns langsam gehen, denn wir haben es eilig.“ Wer kennt es nicht? Eiligst die Schuhe angezogen, Tasche geschnappt, Tür auf, Treppe runter und – Mist, Unterlagen vergessen, Treppe wieder rauf, Schlüssel raus – nein: Schlüssel drinnen gelassen: Fünf Minuten durch Eile rausgeholt, zwei Stunden dadurch verloren.

 

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