Kurz- und Mittelstrecke mit dem Fahrrad – 11 Tipps für’s vegane Reiten

Warum ich die meisten Kurz- und Mittelstrecken mit dem Fahrrad fahre:

• Man kann seine tägliche Bewegung in den Alltag integrieren, indem man zur Arbeit und zum Einkaufen radelt.

• Auf der Kurzstrecke in der Stadt ist man oft schneller unterwegs als mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.

• Keine Parkplatzsuche!

• Man ist unabhängig von den Fahrtzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel.

• Es ist unschlagbar günstig und maximal umweltfreundlich.

• In den meisten deutschen Städten gibt es Radwege im Grünen und man muss nicht auf der Straße neben den Autos fahren.

• Man entwickelt einen guten Sinn für Entfernungen und kennt sich in seiner Umgebung besser aus.

 

Tipps und Tricks:

• Seid ihr auch Wartungsmuffel, die an ihr Fahrrad nur den Anspruch haben, dass es mit möglichst wenig Tretaufwand fährt? Das wichtigste am Fahrrad sind die Reifen. Hier darf man nicht sparen. Es braucht gute Fahrradschläuche und möglichst unplattbare Mäntel. Fast alles andere darf man kaputt gehen lassen. Denn der kaputte Zustand ist immer stabiler als der reparierte: Das Reparierte geht gerne kaputt, das kaputte wird aber nur selten von allein wieder funktionsfähig. Den Dynamo kann man umgehen, Fußgänger kann man auch mit „Vorsicht!“ statt der Klingel vorwarnen und wenn man nicht in den Bergen wohnt, kommt man sogar ohne Gangschaltung durch.

• Pumpe: Seit ich eine Fußpumpe habe, möchte ich nie wieder anders meine Reifen aufpumpen. Es geht 300% schneller und angenehmer.

• Rücktrittbremse oder Kettenschaltung? Für mich ganz klar: Rücktrittbremse. Meiner Meinung nach gibt es damit viel weniger Probleme. Bei der Kettenschaltung kommt ja auch noch das Problem dazu, dass die Handbremsen leicht kaputt gehen können. Bei Rädern mit Rücktrittbremse passiert das auch, aber dann hat man ja noch die Rücktrittbremse.

•  Minimalwartung: Besteht bei mir im Besprühen der Kette mit WD40 (ca. alle zwei Monate) und im Aufpumpen der Reifen, wenn nötig. Sollte ich einen Platten haben, repariere ich ihn entweder selbst (nötiges Werkzeug:  2 Werkzeugschlüssel in der richtigen Größe (für das Vorderrad nur einen, hinten bei Rücktrittbremse gibt es noch eine kleine zusätzliche Schraube), eine Rohrzange, Stil eines kleinen Löffels zum Mantel auf- und abziehen, Flickzeug oder neuer Schlauch) oder gebe es einfach schnell zum Fahrradladen.

• Immer praktisch: Ein Zweitrad besitzen. Für Besuch oder für die Zeit, wenn das andere in der Reparatur ist.

• Fahrräder müssen gut fahren und alt und schäbig aussehen. Das ist die perfekte Kombination, denn schäbige Räder werden nicht geklaut. Mir wurde noch NIE ein Rad geklaut. Eines wurde sich einmal ausgeliehen, ich hatte aber auch vergessen, es abzusperren. Nach einem Monat stand es dann wieder vor der Haustür. Und weil der zerrissene Sattel meines anderen Fahrrads anscheinend Mitleid in der Nachbarschaft erweckt hat, fand ich eines Morgens sogar einen neuen in meinem Fahrradkörbchen. Ich weiß bis heute nicht, wem ich dieses Geschenk zu verdanken habe, aber ich habe mich sehr gefreut. Es war genau das richtige Modell für mein Fahrrad.

• Gute Regenklamotten haben! Entweder einen Poncho, den man vorne über den Lenker legen muss, wenn man nicht nasse Beine bekommen möchte oder Regenhose und Regenjacke.

• Praktische Gadgets: Fahrradkorb. Der macht einkaufen um vieles leichter. Wer es noch luxuriöser haben will, besorgt sich Fahrradtaschen. Separates Vorder- und Rücklicht. Aber immer wieder abnehmen, sonst nimmt es sich jemand anderes ab. Ich habe außerdem immer zwei von diesen LED-Minilichtern in meiner Tasche, da ich oft vergesse, dass es dunkel sein wird, wenn ich zurück fahre und daher das große Fahrradlicht zu Hause liegen lasse. Im Winter: gute Handschuhe!!

• Den besten Weg finden: Google-Maps für’s Fahrrad schlägt nicht immer die beste Alternative vor, wird aber immer besser. Meine Kriterien sind immer: Möglichst keine vielbefahrene Straßen, möglichst schnell und möglichst in der Natur.

• Welche Strecken sind möglich? Was das Einkaufen angeht, bekomme ich einen Wocheneinkauf für eine Person mit etwas Geschick hin (wenn der Supermarkt nicht zu weit weg ist). Man kann ja auch noch Stofftaschen an den Lenker hängen, braucht aber Übung, wenn die etwas schwerer sind. Will man täglich zur Arbeit radeln und hat auch noch eine körperlich nicht unanstrengende Arbeit, wäre bei mir die Grenze bei etwas 8 km Arbeitsweg also 16 km insgesamt (ohne viele Berge). Möchte ich an freien Tagen z.B. jemanden besuchen, schaffe ich einen Weg von ca. 20 km, also 40 hin und zurück ohne danach völlig geschafft zu sein. Ab 50km pro Tag spüre ich die Erschöpfung abends dann deutlich. Auf mehrtätigen Fahrradtouren habe ich aber auch schon die 100 km am Tag geschafft. Das bedeutet dann aber auch wirklich, dass man bis auf die Mittagspause den ganzen Tag fährt.

• Kleiner Tipp zum Schluss: In vielen Großstädten gibt es mittlerweile auch Anbieter, die Fahrräder unkompliziert (z.B. über eine App) ausleihen: z.B. Obike oder Vélib (Paris).

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